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Glossar

Zwanzig Begriffe, die in jedem Website-Projekt auftauchen.

SEO, GEO, Canonical, Conversion: In Angeboten, Berichten und Gesprächen fallen Begriffe, die selten erklärt werden. Hier stehen die zwanzig wichtigsten, jeweils mit Definition, einem konkreten Beispiel und dem Link zur passenden Leistung oder zum Artikel.

Von mehr über den Autor, Geschäftsführer der medienplus GmbH und fachlich verantwortlich für bqo.de

In jedem Angebot und in jedem Bericht auftauchen dieselben Begriffe, deshalb stehen sie hier gesammelt. Das Glossar ist bewusst kurz gehalten. Statt hundert Einträge mit einem Satz gibt es 20 Begriffe mit Substanz, gegliedert in fünf Gruppen: Sichtbarkeit in Suche und KI, Suchanfragen und Suchergebnisse, Titel und Kanonisierung, Technik und Zugänglichkeit, und der Weg vom Besucher zur Anfrage. Jeder Begriff hat eine stabile Sprungmarke, sodass er sich aus anderen Seiten und aus externen Quellen direkt verlinken lässt. Wo Begriffe zusammenhängen, etwa SEO, AEO und GEO, verweisen die Einträge aufeinander und auf den Artikel zum Zusammenspiel von SEO und GEO.

Sichtbarkeit in Suche und KI

SEO
SEO steht für Suchmaschinenoptimierung: alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass eine Website für relevante Suchanfragen in Suchmaschinen wie Google gefunden wird. Dazu gehören Technik, Seitenstruktur, Inhalte und interne wie externe Verlinkung. Beispiel: Eine Kanzlei legt für jede Leistung eine eigene Seite an, die auf die Suchanfrage „Arbeitsrecht Kündigung Beratung“ antwortet, statt alle Leistungen in einem Absatz zu bündeln. Gute SEO misst sich an Anfragen, nicht an Positionen. Mehr dazu auf der Seite Suchmaschinenoptimierung bei bqo.
GEO
GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization und bezeichnet Maßnahmen, mit denen Inhalte für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews lesbar, einordenbar und zitierbar werden. Die Basis ist dieselbe wie bei SEO; hinzu kommen präzise Definitionen, Aussagen, die für sich stehen können, Schema-Auszeichnungen und erkennbare Autoren. Beispiel: Ein Steuerberater erklärt den Begriff Praxisabgabe in einem eigenen Absatz mit Definition und Beispiel, den ein Sprachmodell übernehmen kann. Details unter Generative Engine Optimization bei bqo.
AEO
AEO steht für Answer Engine Optimization: die Optimierung von Inhalten für direkte Antworten, etwa Featured Snippets in Google, Sprachassistenten oder die Antwortboxen von Suchsystemen. Im Unterschied zu klassischer SEO geht es nicht um eine Position in der Liste, sondern darum, dass ein Absatz oder eine Liste als die Antwort ausgewählt wird. Beispiel: Eine kompakte Antwort in zwei Sätzen direkt unter der Frage „Wie lange dauert ein Website-Relaunch?“ hat gute Chancen, als Snippet zu erscheinen. AEO liegt zwischen SEO und GEO; das Zusammenspiel erklärt die Abgrenzung.
Crawling
Crawling bezeichnet den Vorgang, bei dem Suchmaschinen und KI-Systeme Websites automatisiert besuchen, Seiten abrufen und Links folgen, um Inhalte zu entdecken. Der Crawler ist ein Programm, das sich wie ein sehr schneller, sehr geduldiger Besucher verhält. Was er nicht erreichen kann, weil es blockiert, verwaist oder fehlerhaft ist, kann später nicht gefunden werden. Beispiel: Eine Leistungsseite, die nur über ein Menü erreichbar ist, das per JavaScript nachgeladen wird, bleibt für manche Crawler unsichtbar. Crawlbarkeit ist der erste Punkt jeder technischen Bestandsaufnahme in der SEO-Betreuung.
Indexierung
Indexierung ist der Schritt nach dem Crawling: Die Suchmaschine verarbeitet eine gecrawlte Seite, bewertet sie und nimmt sie in ihren Index auf, also in die Datenbank, aus der Suchergebnisse gebildet werden. Nur indexierte Seiten können ranken. Eine Seite kann gecrawlt, aber nicht indexiert sein, etwa wegen eines noindex-Hinweises, doppelter Inhalte oder mangelnder Qualität. Beispiel: Nach einem Relaunch bleibt die neue Website unsichtbar, weil die Testumgebung mit noindex live gegangen ist. Die Search Console zeigt den Indexierungsstatus jeder Seite an.

Suchanfragen und Suchergebnisse

Ranking
Ranking bezeichnet die Position, an der eine Seite für eine bestimmte Suchanfrage in den Suchergebnissen erscheint. Rankings hängen von Hunderten Faktoren ab, darunter Inhalt, Technik, Verlinkung, Nutzerverhalten und Wettbewerb, und sie schwanken. Eine Position lässt sich erarbeiten, aber nicht kaufen oder garantieren. Beispiel: Ein Handwerksbetrieb steht für „Dachsanierung Rheinbach“ auf Platz drei, für „Dachsanierung“ ohne Ort auf Seite vier, weil der überregionale Wettbewerb größer ist. Wer Rankings verspricht, kontrolliert etwas nicht, das er verspricht.
Suchintention
Die Suchintention ist die Absicht hinter einer Suchanfrage: Will jemand etwas wissen, etwas kaufen, eine bestimmte Website finden oder einen Anbieter vergleichen? Dieselben Wörter können unterschiedliche Absichten haben. Wer die Intention trifft, bekommt Besucher, die bleiben. Beispiel: „Website Kosten“ ist eine Informationssuche, „Webdesign Agentur Bonn“ eine Anbietersuche. Die erste braucht einen erklärenden Artikel, die zweite eine Leistungsseite mit Angebot. Die Zuordnung von Suchintentionen zu Seiten ist der wichtigste Schritt in der organische Sichtbarkeit.
Keyword
Ein Keyword ist ein Suchbegriff oder eine Wortgruppe, die Menschen in eine Suchmaschine eingeben. In der Praxis wird der Begriff für das Thema verwendet, für das eine Seite gefunden werden soll. Keywords sind Ausgangspunkt der Planung, aber nicht das Ziel: Eine Seite antwortet auf die Suchintention hinter dem Keyword, statt es möglichst oft zu wiederholen. Beispiel: Für das Keyword „Landingpage erstellen lassen“ entsteht eine Seite, die erklärt, was eine Landingpage kostet, wie lange sie dauert und wann sie sinnvoll ist. Keyword-Wiederholung ohne Inhalt schadet inzwischen mehr als sie nützt.
Longtail-Keyword
Ein Longtail-Keyword ist eine längere, spezifischere Suchanfrage mit geringerem Suchvolumen, aber klarerer Absicht. Statt „Steuerberater“ sucht jemand „Steuerberater für Ärzte Praxisabgabe“. Solche Anfragen sind seltener, bringen aber Besucher, die genau wissen was sie wollen, und sind im Wettbewerb leichter zu erreichen. Beispiel: Eine Seite zu „Website Relaunch ohne Rankingverlust“ bringt weniger Besucher als eine zu „Website“, dafür Anfragen von Unternehmen, die genau dieses Problem haben. Für Unternehmen mit erklärungsbedürftigem Angebot sind Longtail-Anfragen meist wertvoller als Head-Keywords.
SERP
SERP steht für Search Engine Results Page, die Ergebnisseite einer Suchmaschine. Sie besteht längst nicht mehr nur aus zehn Links: Anzeigen, lokale Ergebnisse mit Karte, Featured Snippets, Bilder, Videos, Fragen-Boxen und KI-Übersichten teilen sich den Platz. Welche Elemente erscheinen, hängt von der Suchintention ab. Beispiel: Für „Digitalagentur Bonn“ zeigt die SERP Anzeigen, ein Kartenpaket mit lokalen Anbietern und darunter organische Treffer. Wer verstehen will, wo Sichtbarkeit möglich ist, schaut sich zuerst die SERP für die eigenen Suchanfragen an.

Titel, Beschreibung und Kanonisierung

Title-Tag
Der Title-Tag ist der Seitentitel im HTML-Kopf einer Seite. Er erscheint als blaue Überschrift in Suchergebnissen, als Tab-Beschriftung im Browser und als Titel beim Teilen. Er ist eines der stärksten Onpage-Signale für das Thema einer Seite und entscheidet mit darüber, ob jemand klickt. Ein guter Title nennt das Thema, ist unter etwa 55 bis 60 Zeichen lang und beschreibt ehrlich, was auf der Seite steht. Beispiel: „Website-Relaunch Agentur mit Rankingschutz“ statt „Startseite“. Zu lange Titles werden in der SERP abgeschnitten.
Meta-Description
Die Meta-Description ist eine kurze Beschreibung einer Seite im HTML-Kopf, die Suchmaschinen häufig als Textausschnitt unter dem Titel anzeigen. Sie beeinflusst das Ranking nicht direkt, aber die Klickrate. Eine gute Description fasst in etwa 120 bis 150 Zeichen zusammen, was die Seite bietet, und enthält einen Grund zu klicken. Beispiel: „Landingpage erstellen lassen bei bqo: eine Seite, ein Ziel. Botschaft, Belege, Einwände und Formular in der richtigen Reihenfolge.“ Google ersetzt Descriptions, die nicht zum Inhalt passen, durch eigene Textausschnitte.
Canonical-Tag
Der Canonical-Tag ist ein Hinweis im HTML-Kopf, der Suchmaschinen sagt, welche URL die maßgebliche Version einer Seite ist. Er verhindert, dass dieselben Inhalte unter mehreren Adressen als Duplikate gewertet werden und sich gegenseitig schwächen. Beispiel: Eine Seite ist unter /leistungen/ und /leistungen.html erreichbar; der Canonical zeigt auf /leistungen/, damit alle Signale dort zusammenlaufen. Bei einem Relaunch gehört die Prüfung der Canonicals zur Pre-Launch-Checkliste, weil falsche Werte ganze Seiten aus dem Index entfernen können.

Technik, Daten und Zugänglichkeit

Strukturierte Daten
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Auszeichnungen im Quelltext, meist im Format JSON-LD nach dem Vokabular von Schema.org. Sie erklären Suchmaschinen und KI-Systemen, was ein Inhalt ist: eine Organisation, eine Leistung, ein Artikel, eine Person, eine FAQ. Sie sind eine Verständnishilfe, keine Garantie für hervorgehobene Darstellung. Beispiel: Ein Artikel trägt ein Article-Markup mit Autor, Datum und Herausgeber, sodass ein Sprachmodell die Herkunft einordnen kann. Ausgezeichnet werden darf nur, was auf der Seite sichtbar ist. Strukturierte Daten sind ein Baustein der KI-Sichtbarkeit.
Core Web Vitals
Core Web Vitals sind drei von Google definierte Kennzahlen für das Nutzererlebnis einer Seite: Largest Contentful Paint für die Ladezeit des größten sichtbaren Elements, Interaction to Next Paint für die Reaktion auf Eingaben und Cumulative Layout Shift für das Verspringen von Inhalten beim Laden. Sie fließen in das Ranking ein und beschreiben, ob eine Seite angenehm nutzbar ist. Beispiel: Ein Hero-Bild ohne feste Maße lässt die Überschrift beim Laden nach unten springen, was den Layout Shift verschlechtert. Gute Werte entstehen durch schlanke Technik, wie sie beim Webdesign und Seitenstruktur von Anfang an eingeplant wird.
Alt-Text
Der Alt-Text ist die Textbeschreibung eines Bildes im HTML. Er wird vorgelesen, wenn jemand einen Screenreader nutzt, angezeigt, wenn ein Bild nicht lädt, und von Suchmaschinen und KI-Systemen ausgewertet, um den Bildinhalt zu verstehen. Ein guter Alt-Text beschreibt konkret, was zu sehen ist, ohne Keywords aufzuzählen. Beispiel: „Bauleiterin prüft Pläne auf der Baustelle“ statt „Bild1“ oder „Bauunternehmen Bonn Sanierung Neubau“. Rein dekorative Bilder bekommen einen leeren Alt-Text, damit sie nicht vorgelesen werden. Alt-Texte gehören zur Barrierefreiheit und zur Onpage-Basis jeder Seite.

Vom Besucher zur Anfrage

Conversion
Eine Conversion ist die Handlung, die eine Website von einem Besucher will: eine Anfrage über das Formular, ein Anruf, eine Terminbuchung, ein Download. Der Begriff bezeichnet den Übergang vom Interesse zur Aktion. Welche Handlung als Conversion zählt, legt jedes Unternehmen selbst fest, und die Definition sollte vor jeder Messung feststehen. Beispiel: Für eine Kanzlei ist die Conversion die abgeschickte Anfrage mit Rechtsgebiet, nicht der Klick auf die Kontaktseite. Bei bqo zählt darüber hinaus nur die qualifizierte Anfrage, also eine, die zum Angebot passt. Mehr unter mehr aus dem Traffic machen.
Conversion-Rate
Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen, berechnet als Conversions geteilt durch Besuche. Sie hängt stark von Traffic-Quelle, Angebot, Seitentyp und Branche ab, weshalb Vergleiche mit Benchmarks aus dem Netz wenig aussagen. Sinnvoll ist der Vergleich mit den eigenen Werten vor und nach einer Änderung. Beispiel: Eine Landingpage mit Anzeigen-Traffic erreicht eine höhere Rate als eine Startseite mit gemischtem Traffic, weil die Besucher schon eine konkrete Absicht haben. Die Rate allein sagt nichts über die Qualität der Anfragen aus.
Landingpage
Eine Landingpage ist eine Seite, die auf ein einziges Angebot und ein einziges Ziel ausgerichtet ist, meist die Anfrage. Sie verzichtet auf Hauptnavigation und Ablenkung und führt den Besucher in einer festen Reihenfolge von Botschaft über Belege und Einwände bis zum Formular. Landingpages werden vor allem für Anzeigenkampagnen, Aktionen und Suchanfragen mit klarer Absicht eingesetzt. Beispiel: Eine Google-Ads-Anzeige für „Praxis-Website erstellen lassen“ führt nicht auf die Startseite einer Agentur, sondern auf eine Seite, die genau dieses Angebot erklärt. Details unter Landingpage-Erstellung.
Conversion-Tracking
Conversion-Tracking ist die technische Erfassung der gewünschten Handlungen auf einer Website: Formular abgeschickt, Telefonnummer angetippt, Termin gebucht. Es verbindet die Handlung mit ihrer Herkunft, also dem Kanal, der Kampagne oder der Seite, über die der Besucher kam. Ohne Conversion-Tracking lässt sich nicht beurteilen, welche Maßnahme Anfragen bringt. Es muss datenschutzkonform eingerichtet sein, also mit Einwilligung oder mit Werkzeugen, die keine benötigen. Beispiel: Ein Event „Anfrage gesendet“ wird nach dem Absenden des Formulars ausgelöst und im Werbekonto als Conversion gezählt. Mehr unter Messung und Auswertung.

Diese zwanzig Begriffe decken ab, was in Angeboten und Berichten am häufigsten vorkommt. Wie sie in einem konkreten Projekt zusammenspielen, zeigen die beiden Leitartikel im Wissensbereich von bqo.

Nächster Schritt

Begriffe verstanden. Jetzt das eigene Projekt einordnen.

Beschreib dein Vorhaben in wenigen Sätzen. Wir sagen dir, welches Angebotsmodell passt und welche der Begriffe von oben bei dir gerade eine Rolle spielen.